Fitness

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Das auf einem Prinzip der chinesischen Medizin beruhende Qigong ist ideal, um zu entspannen und dabei etwas Gutes für den Körper zu tun. Mit wenig Platz und Zeit zum besseren Körpergefühl.

Innere Harmonie durch Qigong-Übungen

Nach einem langen, anstrengenden Jahr ist es wichtig, zur Ruhe und zu sich selbst zu kommen. Ideal sind dafür Übungen der Bewegungslehre Qigong.

Text: Oliver Armknecht

Alles im Fluss: Wer sich auch nur irgendwie für fernöstliche Kulturen interessiert, der wird irgendwann zwangsläufig über das Konzept des Qi stolpern. Dieses Konzept besagt, dass es eine Lebensenergie gibt, die durch unseren Körper fließt und ihn so mit allem versorgt. Fließt diese Energie harmonisch, dann geht es uns gut. Kommt es zu Energieblockaden, dann drohen die unterschiedlichsten Krankheiten. So die chinesische Lehre. Anstatt gleich zu Medikamenten zu greifen, reicht es manchmal schon, etwas an der Körperhaltung zu ändern und spezielle Gesundheitsübungen auszuführen, um positive Wirkung zu erzielen. Zum Beispiel zur Stärkung des Rückens oder zur Regulierung des Blutdrucks.

Video

Mini-Qigong-Übungen zum Stressabbau. Einfach mal machen!

Was ist Qigong?

Qigong schafft es, mit aneinanderreihenden Übungen das Qi zum Fließen zu bringen. Zu diesem Zweck ist aber das Gong nötig, was so etwas wie Arbeit oder beharrliches Üben bedeutet. Die Einflüsse von Kampfkünsten sind dabei heute nur noch an den Namen der Übungspositionen zu erahnen. Und auch die eher mystischen Richtungen des Qi spielen keine Rolle mehr. Stattdessen handelt es sich um eine Mischung aus Meditation und fließenden Bewegungen, die einem dabei hilft, stärker mit sich im Einklang zu sein. Oft werden diese einzelnen Qigong-Übungen auf eines der fünf Elemente zurückgeführt – Holz, Feuer, Wasser, Metall und Erde –, die sich als Teil der sogenannten Wandlungsphasen gegenseitig bedingen und ausgleichen.

Wie funktioniert Qigong?

Die Atmung ist das A und O, verbunden mit ruhigen und konzentriert ausgeführten Bewegungsabläufen. Richtig angewandt, können die Qigong-Übungen schmerzlindernd sein, zum Beispiel bei Rückenschmerzen. Sie dienen aber vor allem der Vorbeugung. Die Bewegungen selbst sind dabei leicht zu erlernen und erfordern keine besondere Kraftanstrengung. Aus diesem Grund ist Qigong für jeden zu empfehlen, der seinem Körper etwas Gutes tun möchte, unabhängig von Fitnessgrad und Alter. Ein weiterer Vorteil: Die Übungen lassen sich überall problemlos in den Alltag einbauen, da sie weder viel Platz noch Zeit brauchen. Es bedarf lediglich der Ruhe, um sich auf die Abläufe zu konzentrieren und diese zu verinnerlichen.

Noch mehr Qigong-Übungen zum Mitmachen

1. Hüftbreit mit leicht gebeugten Knien hinstellen, die Hände kurz durch Reiben anwärmen und danach hinten auf die Nierengegend legen. Während des Ausatmens das Becken langsam nach vorne schieben und den Oberkörper dabei etwas nach hinten lehnen. Beim Einatmen in die Ausgangsposition zurückbewegen. Die Hände bleiben auf den Rücken. Beim nächsten Ausatmen den Kopf senken und den Rücken/Wirbelsäule nach unten beugen. Die Hände am Rücken dabei mitnehmen und an den Beinen entlang nach unten gleiten lassen. Beim Einatmen langsam wieder aufrichten, während die Hände an den Innenseiten der Beine hochgleiten, bis sie am Ende wieder auf dem Rücken sind.

2. Etwas mehr als hüftbreit mit leicht gebeugten Knien hinstellen. Für die Ausgangsposition beim Einatmen die Finger ineinander verschränken. Dann die Arme nach oben über den Kopf strecken, sie dabei aber gebeugt lassen. Den Oberkörper beim Ausatmen nach rechts zur Seite beugen, dabei das Becken nach links bewegen und das Gewicht auf das linke Bein verlagern. Zurück in die Ausgangsposition bewegen und dabei einatmen. Anschließend die gleiche Bewegung in die andere Richtung ausführen. Danach die Arme beim Ausatmen wieder nach unten gleiten lassen.

3. Etwas breiter als hüftbreit mit leicht gebeugten Knien hinstellen, die Arme locker mit etwas Abstand vom Körper herabhängen lassen. Mit dem Einatmen die Arme nach vorne strecken, bis in einen 90-Grad-Winkel zum Körper heben und dann zu den Seiten strecken. Beim Ausatmen die Arme wieder nach vorne bringen und absinken lassen. Wichtig: Die Schultern selbst dürfen sich nicht mit den Armen heben, sondern müssen ganz locker bleiben.


Zum Autor: Oliver Armknecht arbeitet seit 2008 als freiberuflicher Autor. Zwar liebt er es, sich beim Sport regelmäßig so richtig auszupowern. Doch zwischendurch nutzt er gern kurze Übungen, um den Kopf wieder freizubekommen und dem Körper etwas Ruhe zu gönnen.

Stand: Dezember 2020

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