Fitness

Warum Sie diesen
Artikel lesen sollten:

Lesen Sie, warum Mikroabenteuer Spaß und fit machen und man die Welt um sich herum im Alltag ganz neu kennenlernt. Wir haben ein paar gute Tipps zur Inspiration.

10 Ideen für Mikroabenteuer

Work-outs und Mikroabenteuer lassen sich vor der eigenen Haustür im Alltag erleben. Hier sind sportliche Ideen für Stadt und Natur, Tag und Nacht.

Text: Oliver Armknecht

Groß angelegte Expeditionen in die Natur oder Fitnessstrategien sind toll, müssen aber nicht sein. Es geht nämlich auch eine Nummer kleiner. Microadventures heißt das Zauberwort, auf Deutsch: Mikroabenteuer.

Mikroabenteuer vor der Haustür

Geprägt hat diesen Begriff der englische Autor Alastair Humphreys, der 2012 vom „National Geographic Magazine“ zum Abenteurer des Jahres gewählt wurde. Seine Idee: Es braucht keine teure Ausrüstung, um Abenteuer zu erleben. Man muss sich auch nicht wochenlang dafür Zeit oder Urlaub nehmen. Es reicht, einfach mal im Alltag ein bisschen aus der eigenen Komfortzone zu treten und sich umzuschauen. Dort erwarten uns einzigartige Erlebnisse.

Ideen abseits der Komfortzone

Die Möglichkeiten für Mikroabenteuer sind endlos und brauchen nicht viel Zeit. Ob man nun raus in die Natur fährt oder die vermeintlich bekannte Stadt noch einmal neu erkundet, es lassen sich überall spannende Outdoor-Erfahrungen finden. Wichtig ist nur, die alten Gewohnheiten zu überwinden. Das bringt nicht nur Schwung in den Alltag und rüttelt ein bisschen die festgefahrene Routine durch. Diese kleinen Abenteuer halten auch fit, sind also gleichzeitig gut für Körper und Geist. Wer Ideen braucht, hier kommen zehn Tipps als Einstieg in das perfekte Mikroabenteuererlebnis:

1. Zeit für eine Nacht draußen

Ein Klassiker unter den Microadventures: einfach das Zelt einpacken und eine Stunde zum Lieblingsplatz radeln. Am Anfang kostet das vielleicht ein bisschen Überwindung. Dafür ist das Gefühl umso schöner, nach diesem kleinen Fitnessprogramm den Himmel bei Nacht zu sehen und an der frischen Luft zu schlafen. Für Faulpelze: erst mal auf dem Balkon oder im Garten übernachten.

2. Barfußerlebnisse

Auch wenn wir es gewohnt sind, beim Wandern oder Laufen feste Schuhe aus Sicherheitsgründen zu tragen: Es geht auch anders. Tatsächlich ist es eine sehr schöne Erfahrung, auf Wiesen oder in Wäldern einfach mal für 30 Minuten oder länger barfuß zu laufen und jeden Grashalm, den Waldboden oder kleine Steine bewusst zu spüren. Denn auf diese Weise erfahren wir unseren eigenen Körper neu und unsere Füße eine Massage gratis.

3. Abenteuer nachts im Wald

In der Nacht sind nicht nur alle Katzen grau. Auch die Natur sieht ganz anders aus. Das lässt sich auf eine gespenstisch schöne Weise im Wald beobachten. Zu hören gibt es natürlich auch eine Menge, vom geheimnisvollen Rascheln bis zu scheuen Tieren, die sich erst im Schutz der Dunkelheit herauswagen. Aber Vorsicht: Auf sicheren Wegen bleiben, selbst bekannte Strecken sind nachts voller Geheimnisse.

4. Nach Feierabend auf den Berg

Bergwanderungen sind was fürs Wochenende? Irrtum! Es hat einen ganz eigenen Reiz, unter der Woche schon zum Sonnenaufgang oben zu sein, um dann in aller Frische anschließend ins Büro zu fahren. Allgemein sind die sogenannten 5-to-9-Adventures beliebt. Das bedeutet, dass man nach dem Feierabend direkt ins Mikroabenteuer startet, nur um am nächsten Morgen zur Arbeit zu erscheinen, als wäre nichts gewesen.

5. Unbekannte Wege durch die Stadt

Der direkte Weg mag der kürzeste sein. Er ist aber nicht unbedingt der spannendste für den Schrittzähler. Warum nicht einmal in der Stadt einen Umweg nehmen und schauen, was es in den anderen Straßen so gibt? Vielleicht wartet dort schon das künftige Lieblingsrestaurant oder eine besonders schöne Aussicht. Also einfach nach dem Feierabend mal eine Stunde oder zwei extra einplanen und sich ein bisschen treiben lassen. Das hilft auch, den Kopf freizubekommen und die Arbeit hinter sich zu lassen.

Video

Mikroabenteuer live: Schauen Sie sich jetzt den Selbstversuch Mikroabenteuer von Buchautor und Initiator des Projekts „Raus und machen“ Christo Foerster an.

6. Alltag mal anders: der Heimweg

Wer in einer größeren Stadt wohnt, kennt das: Es gibt Viertel, die man eigentlich nur vom Namen kennt. Ein mögliches Mikroabenteuer ist es, dort irgendwo auszusteigen und zu versuchen, zu Fuß wieder nach Hause zu finden. Das Handy ist für den Notfall natürlich dabei. Doch es sollte ruhig erst eine Weile in der Tasche bleiben und Sie auf Ihren inneren Kompass achten. Das trainiert den Orientierungssinn und lässt einen unterwegs neue Schätze entdecken, vielleicht auch die eine oder andere Idee, wohin es als Nächstes gehen könnte.

7. Tipps für neue Sporterlebnisse

Gerade im Sommer bietet es sich an, bestimmte Wassersportarten ins Auge zu fassen, mit denen man im Alltag eher weniger zu tun hat. Stehpaddeln beispielsweise, das schön den Gleichgewichtssinn trainiert. Und auch Raftingtouren machen immer wieder Spaß, wenn man mit Freunden oder ganz neuen Leuten den Fluss entlangfährt. Wer es weniger nass mag, kann auch in einen Kletterpark gehen und sich durch die Bäume schwingen. Das braucht Geschicklichkeit und an manchen Stellen auch ungeahnten Mut.

8. Outdoor-Schwimmen im Regen

Meistens warten wir auf strahlenden Sonnenschein, bis wir uns ins Wasser wagen. Dabei kann es gerade bei Regen spannend sein, wird Mutter Natur dabei doch zu einem Allround-Erlebnis, das sich noch einmal ganz anders anfühlt. Hinzu kommt, dass bei Regenwetter kaum jemand unterwegs ist – einfach perfekt, um den Moment zu genießen und abzuschalten. Kommt zum Regen jedoch ein Gewitter, heißt es weg vom Wasser! Sonst wird aus dem Mikroabenteuer eine Gefahr.

9. Mit Blinden das Wandern neu erleben

Die Vorstellung klingt erst einmal absurd. Wie soll das funktionieren? Tatsächlich gibt es aber spezielle Wandertouren, bei denen Sehende und Blinde zusammenkommen. Als Sehender übernimmt man nicht nur ein Stück Verantwortung, sondern lernt auch wieder bewusster wahrzunehmen, weil man auf viel mehr achten und das in Worte fassen muss. Denn es ist gar nicht so leicht, alles zu beschreiben, was man so sieht.

10. Spannende Höhlenabenteuer

Wem der Sinn nach einem klassischen Abenteuer steht: In ganz Deutschland gibt es Höhlen, die man entweder auf eigene Faust oder im Rahmen einer Tour erkunden kann. Die Schwierigkeitsgrade reichen vom gemütlichen Spazieren bis zum tatsächlichen Abseilen in die Tiefe. Keine Sorge, am Ende wartet kein Höhlenmonster … oder vielleicht doch?


Zum Autor: Oliver Armknecht arbeitet seit 2008 als freiberuflicher Autor. Wenn er nicht gerade mit den Höhen und Tiefen des kulturellen Lebens beschäftigt ist, findet man ihn meistens beim Sport. Drei- bis viermal die Woche geht er zum Karate oder zum Schwimmen und versucht ansonsten, so viele Wege wie möglich zu Fuß zurückzulegen.

Stand: Juni 2020

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