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Allein in Deutschland ist Alkohol für bis zu 74.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Statistisch konsumiert jeder 10,6 Liter reinen Alkohol jährlich.

Zu viel Alkohol

Alkohol hebt das Wohlbefinden, schaltet den Kopf aus. Süchtige verdrängen ihr Problem meist zu lange.

Text: Dr. Andrea Exler

Edler Whiskey, traditionsreiche Biersorten, erlesene Weine – alkoholische Getränke werden als Kulturgut gepriesen. Dass es sich um eine riskante unterschätzte Substanz handelt, wird gerne stillschweigend übergangen. Dabei liegt es in vielen Situationen klar auf der Hand: Straßenverkehr und Alkohol vertragen sich nicht. In der Schwangerschaft trinkt das Ungeborene mit. Wechselwirkungen mit Medikamenten können böse enden, z.B. bei Blutdrucksenkern und Psychopharmaka. Das größte Risiko ist jedoch das hohe Suchtpotenzial von Alkohol.

Wer keinen Alkohol beim Fußballschauen oder auf der Party trinkt, gilt schnell als Spielverderber oder Problemfall.

Alkoholabhängigkeit

Mehr als 86 % der erwachsenen Deutschen geben an, gelegentlich Alkohol zu trinken. Laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen gelten 1,77 Mio. Menschen als abhängig, weitere 1,61 Mio. trinken missbräuchlich. Tückisch an der Droge Alkohol ist, dass die wenigsten erkennen, wann es Zeit ist kürzerzutreten. An den Folgen sterben bis zu 74.000 Menschen jährlich. Manche entfernen sich immer weiter von einem achtsamen Umgang: ein Glas Rotwein zum gemütlichen Essen, ein Bier beim Fußballgucken. Experten zufolge können niedrige Preise dazu beitragen, dass Menschen unmerklich in die Sucht abgleiten. In der Bundesrepublik kostet Alkohol 15 % weniger als im EU-Durchschnitt. Ganz anders in Schweden, wo Alkohol stark reguliert ist: Alles über 3,5 % Vol. ist nur in staatlich geführten Spezialgeschäften zu hohen Preisen erhältlich.


Sie haben Probleme im Umgang mit Alkohol, Medikamenten, Drogen, Tabak oder Glücksspiel?

Ihre BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER unterstützt Sie gerne bei Ihrer Suche nach einer Selbsthilfegruppe. In einer Selbsthilfegruppe treffen Sie Menschen, denen es genauso geht wie Ihnen, und mit denen Sie sich austauschen können.
Sie erreichen uns unter der Tel.-Nr. 0521 5228 3747.

Weniger trinken: So gelingt es

Jeder achte Deutsche geht mit dem Vorsatz, weniger zu trinken, ins neue Jahr. Das kann durchaus funktionieren – wenn man sich ein paar Regeln setzt. Beispiel: In der Kneipe oder auf Partys immer zuerst ein alkoholfreies Getränk konsumieren. Alkoholisches nie als Durstlöscher verwenden, selbst bei hohen Temperaturen. Wenn die Stimmung besonders schlecht ist: bewusst auf den Tröster Alkohol verzichten und stattdessen einen anderen Ausgleich suchen. Das kann ein Kino- oder Konzertbesuch sein oder eine kleine Neuanschaffung, die Freude macht. Auch hilfreich: Vorräte zu Hause überschaubar halten! Feste Regeln helfen, den Vorsatz im Alltag zu verankern, ohne täglich aufs Neue überlegen zu müssen, wie er sich umsetzen lässt.

Video

Wege aus dem Alkohol – Nathalie Stüben ist seit drei Jahren abstinent.

Alkoholentzug und Hilfe

Wenn kontrolliertes Trinken nicht gelingt und der Konsum aus dem Ruder gelaufen ist, hilft nur ein professionell begleiteter Entzug. Es gibt zahlreiche Angebote, darunter auch niedrigschwellige wie etwa die regelmäßigen Treffen der Anonymen Alkoholiker. In der Suchttherapie unterschiedet man akute Entgiftung und Langzeitentwöhnungstherapie. Entgiftungen finden im Krankenhaus statt, dauern rund zehn Tage und dienen lediglich der Behandlung körperlicher Entzugssymptome. Im Anschluss erfolgt eine längere (stationäre oder ambulante) Entwöhnungstherapie, bei der die Festigung der Verhaltensänderung eine wichtige Rolle spielt. Danach besuchen viele ehemalige Patienten Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene gegenseitig motivieren und dabei unterstützen, Krisensituationen ohne Alkohol zu bewältigen.

Stand: März 2020

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