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Lagerungs-, Dreh- oder Schwankschwindel – die Erscheinungsformen sind zahlreich. Hier finden Sie Tipps, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Schwindel: was Sie tun können

Jeder Zehnte klagt über Schwindelgefühle. Nicht immer steckt eine ernste Erkrankung dahinter. Gezielte Übungen helfen.

Die Umgebung dreht sich, die Beine scheinen ins Leere zu treten: Schwindelgefühle machen vielen zu schaffen. Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. Das Spektrum reicht von leichter Benommenheit, die nur Sekunden andauert, bis zum Verlust des Gleichgewichtsempfindens, der Betroffene zur Bettruhe zwingt. Unser Gleichgewichtssystem ist komplex und störanfällig. Zahlreiche Organe und Körperfunktionen müssen reibungslos zusammenwirken: Das Gleichgewichtsorgan (Vestibularapparat) im Innenohr und seine Nervenbahnen im Gehirn sind auf den Seh- und Tastsinn angewiesen, um eine präzise Lagebestimmung und Orientierung im Raum zu ermöglichen.

Drehschwindel, Schwankschwindel, Lagerungsschwindel

Schwindel beruht auf subjektivem Empfinden, die gefühlten Beschwerden können viele Formen annehmen. In manchen Fällen scheint sich die Umgebung zu drehen (Drehschwindel). In anderen herrscht ein Gefühl des Schwankens ohne Drehung vor, etwa wie auf hoher See (Schwankschwindel). Beim Liftschwindel scheint sich der Boden zu heben und zu senken wie in einem anfahrenden Lift. Karussell, Schiff und Aufzug sind gängige Umschreibungen. Zwei von hundert Deutschen, vor allem Ältere, leiden unter dem sogenannten gutartigen Lagerungsschwindel. Er tritt bei Lageveränderung auf und dauert meist nur wenige Sekunden. Das Aufstehen aus einer Liegeposition, Herumdrehen im Bett oder schnelles Bücken sind typische Auslöser.

Der gutartige Lagerungsschwindel ist die häufigste Form. Er plagt vor allem ältere Menschen und wird meist nur symptomatisch behandelt.

Und plötzlich kommt das Schwanken – das Gleichgewichtsorgan ist bei Schwindelattacken gestört.

Übungen für besseres Gleichgewicht

Gutartiger Lagerungsschwindel bessert sich meist durch Gleichgewichtstraining. Das Gehirn lernt so, falsche Informationen zu ignorieren und nur korrekte zu verarbeiten. Beschwerden wie Dreh- und Schwankschwindel lassen nach. Die Übungen werden entweder im Liegen, im Sitzen oder im Stehen durchgeführt. Sie haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die schrittweise gesteigert werden können. Beginnen kann man zum Beispiel mit dem Fixieren eines Ziels: Im Liegen einen Punkt an der Decke anvisieren und diesen weiter ansehen, während der Kopf behutsam nach rechts und links bewegt wird. Die Übung „Ballwerfen“ ist schwieriger: Im Stehen einen kleinen Ball von einer Hand in die andere werfen. Je enger die Beine dabei aneinander stehen, desto schwerer wird es. Das Entlanglaufen an einer geraden Linie auf dem Boden gehört zu den anspruchsvollen Trainingseinheiten. Wenn man versucht, sie mit geschlossenen Augen durchzuführen, merkt man, wie stark das Gleichgewichtsorgan auf den Sehsinn angewiesen ist. Denn hier kommen auch Gesunde ins Schwanken. Ebenso beim Balancieren auf einem Bein.

Durch Gleichgewichtstraining lernt das Gehirn von Schwindelpatienten, nur korrekte Informationen zu verarbeiten, falsche dagegen auszusortieren.

 

 

 

 

Im Gleichgewicht bleiben und den Schwindel bekämpfen – dazu gibt es Übungen.

Ein Symptom, viele Ursachen

Schwindel kann kreislaufbedingt sein oder andere Gründe haben. Niedriger Blutdruck ist oft Veranlagungssache und in aller Regel harmlos. Beschwerden wie Dreh- und Schwankschwindel können auch nach einer Schädelverletzung (Trauma) einsetzen. Eine weitere Ursache können Ohrensteine sein. Das sind Ablagerungen im Innenohr, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. Bei der Menière-Krankheit kommt es zusätzlich zum Schwindel zu Schwerhörigkeit und Ohrengeräuschen. Grund sind Flüssigkeitsansammlungen im Innenohr. Nicht kreislaufbedingter, plötzlich und wiederholt auftretender Schwindel sollte in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden. Einige Kliniken bieten Spezialsprechstunden, sogenannte Schwindelambulanzen, an.

Stand: Juni 2018

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