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Ob blau oder pink – Tapes haben es in sich. Richtig angelegt, können die Klebebänder nicht nur Verletzungen vorbeugen, sondern sogar Schmerzen lindern.

Schmerzfrei mit Klebestreifen

Farbige Klebestreifen schmücken nun schon seit einigen Jahren nicht nur die Körper von Leistungssportlern ... Was verbirgt sich hinter diesen Tapes?

Unter dem Begriff des Tapings (engl. tape = Band) versteht man das Anlegen oder Ankleben eines beweglichen, meist farbigen Baumwollpflasters auf der Haut. Der größte gesundheitliche Nutzen von Tapes ist ihre schmerzlindernde Wirkung durch Verringerung der Körperspannung. Erkrankungen des Muskel-, Sehnen- und Skelettapparates können mit ihnen behandelt werden. Die Tapes helfen Patienten bei Rückenschmerzen, Muskelverletzungen sowie Muskelverspannungen und viele behaupten, dass selbst Entzündungen mit Taping gehemmt werden können.

 

 

 

 

Die vielen Farben der Kinesiologie Tapes sind nicht nur hübsch anzusehen – sie haben auch eine Schwingung, die der Heilung förderlich sein soll.

So wirkt das Tape

Das Klebeband hebt die Oberhaut an der schmerzenden Stelle etwas an und lockert so die darunterliegende Lederhaut. Dieser Effekt nimmt den Druck aus den tiefen Gewebeschichten und entspannt die Haut. Das führt dazu, dass Muskeln und Nerven verstärkt mit Nährstoffen und Sauerstoff angereichert werden. Außerdem kann das Blut besser fließen und die Luft leichter zirkulieren.

Taping regt die Durchblutung des Körpers an, stabilisiert beanspruchte Gelenke und reguliert schmerzhafte Muskulatur.

Formen des Tapings

Taping gilt als eine Form der Manualtherapie, die besonders von Physiotherapeuten in diversen Formen angewandt wird. Aber auch Laien können die Tapes anbringen. Alle Methoden des Anlegens gehen aber auf die von Dr. Kenzo Kase im Jahr 1973 begründete Ursprungsform zurück und nutzen das Prinzip der Kinesiologie (griech. kinese = Bewegung). Es gibt drei Arten von Tapings. Das rigide Taping mit starren Verbänden, das auf Stabilisierung und Schonung setzt. Das elastische Kinesio-Taping, das Bewegungsfreiheit ermöglicht, ohne die Haut zu belasten. Und das myofasziale Taping, das versierte Kenntnisse der Tiefengewebeleitbahnen voraussetzt und nur von Physiotherapeuten angewendet wird.

Klicken Sie rein: Taping-Varianten

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Tapes einfach trocken föhnen

Das Anlegen der Tapes ist zwar kein Hexenwerk, allerdings sollten ein paar Dinge beachtet werden, damit das Kinesio-Tape möglichst lange haften bleibt. Am besten halten die Klebestreifen auf trockener, gereinigter Haut. Einmal angelegt, macht ihnen Feuchtigkeit wie Nässe oder Schweiß nichts aus. Duschen und Sport treiben ist also problemlos möglich. Für längere Haltbarkeit empfiehlt sich das Trockenföhnen des Bands nach dem Bad. Außerdem sollten Tapes vor dem Anlegen an den Enden abgerundet werden, damit sie nicht ausfransen. Beim Abschneiden von der Taping-Rolle gilt es zu berücksichtigen, dass das Band auf der Klebefolie bereits unter Spannung steht. Es reicht also, ein etwas kürzeres Stück für die schmerzende Stelle abzuschneiden und den dehnbaren Streifen in der Länge auseinanderzuziehen. Anschließend wird das Kinesio-Tape auf der Haut mit der Hand glatt gestrichen, um Falten zu vermeiden.

Taping. Kompakt-Ratgeber

Wie Sie Schmerzen einfach wegkleben und wieder beweglicher werden.
Von Nora Reim, Mankau Verlag, 1. Aufl. Februar 2017
Klappenbroschur, durchgehend farbig, 127 Seiten
8,99 € (D) / 9,20 € (A), ISBN 978-3-86374-361-1

Stand: September 2017

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